So erkennst du schlechten Sex

Schlechter Sex
Bin ich gut im Bett? So erkennst du es

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 25.11.2024
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Daran erkennst du schlechten Sex
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Eine objektive Bewertung für "guten" Sex existiert nicht. Ob ein intimes Erlebnis als gut oder schlecht empfunden wird, hängt von den individuellen Wahrnehmungen der Beteiligten ab.

Sicherlich besteht Einigkeit darüber, dass niemand schlechten Sex haben möchte, da keiner als ungeschickt im Bett gelten will. Doch wie kann man feststellen, ob wirklich alles harmonisch verläuft? Wie lässt sich unzufriedenstellendem Sex auf die Spur kommen? Woran du ihn erkennen und wie du euer Liebesleben deutlich verbessern kannst, liest du hier.

Die Definition: Was ist eigentlich schlechter Sex?

Was macht Sex schlecht? Manche sagen, er ist mies, wenn er stets nach immer der gleichen Routine abläuft. Aber: Gegen ein wenig eingespielte Sex-Routine spricht ja eigentlich nichts. Man kann schließlich nicht jedes Mal die volle Experimentier-Nummer abziehen.

Du siehst, so einfach lässt sich die Frage nicht beantworten. Am ehesten näherst du dich einer Definition von schlechtem Sex, indem du dir die gegenteilige Frage vornimmst. Heißt: Was zeichnet für dich und deine:n Partner:in guten Sex aus? Wünscht ihr euch Spaß, Ungezwungenheit und Spontanität? Dann gehört verkrampfter oder leidenschaftsloser Geschlechtsverkehr vermutlich auf deine persönliche Bad-Sex-Liste. Ob Sex gut oder schlecht ist, ist also oft Geschmackssache. Aber: Selbst, wer nie Mega-Sex hatte, kann spüren, dass was falsch läuft. 12 Dinge, die dein Sexleben ruinieren.

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Die Hinweise: An diesen 5 Anzeichen erkennst du schlechten Sex

Es gibt also individuelle Vorlieben, die guten von schlechtem Sex unterscheiden. Daneben lassen sich aber auch allgemeingültige Anzeichen für die miese Nummer ausmachen. Diese 5 gehören dazu:

Anzeichen #1: Vorspiel, was ist das?

Vorspiel, Petting oder andere lustfördernde Spielchen sind für dich Zeitverschwendung? Das ist ein klarer Hinweis auf leidenschaftslosen Sex. Denn sogar die schnelle Nummer unter Fremden kommt nicht ohne Heißmachen aus: vom Augenkontakt bis zur ersten Berührung. Verzichte deshalb auch im Schlafzimmer nicht aufs Warm-up. Die 10 besten Petting-Techniken.

Anzeichen #2: Die Uhr bestimmt das Spiel

"Wir haben genau zwanzig Minuten Zeit, dann muss ich zur Arbeit". Wer solche Aussagen vor dem Sex macht und anschließend bei der Nummer den Zeitplan einhalten will, lässt sich wohl kaum auf den Partner oder die Partnerin und das lustvolle Liebesspiel ein. Uhren und Sex passen einfach nicht zusammen.

Anzeichen #3: mangelnder Augenkontakt

Tiefe Augenblicke beim Sex fördern die Intimität. Wenn du beim Liebesspiel den Blickkontakt meidest, riskierst du, dass dein Gegenüber sich wie ein Gegenstand fühlt.

Anzeichen #4: grobe Handarbeit

Natürlich kann zu gutem Sex auch mal eine etwas härtere Gangart gehören, wenn beide das so wünschen. Trotzdem möchte jeder bzw. jede in der Regel auch sanft und behutsam angefasst werden. Grobmotorisches Rumgetatsche gefällt den wenigsten Menschen. An den empfindlichsten Stellen solltest du übrigens deine sensibelste Seite zeigen. Ausnahme: Es wird explizit nach einer harten Hand verlangt.

Anzeichen #5: keine Experimente, bitte!

Dein Sex läuft immer nach Schema F ab. Da ist diese Stellung, die du liebst und in der auch dein:e Partner:in immer zum Orgasmus kommt (zumindest glaubst du das). Wer nie mal etwas Neues wagt, riskiert, dass ihr euch im Bett bald langweilt. Gewohnheitstier hin oder her. Also: Sprecht darüber, auch mal Neues auszuprobieren. Frag nach ihren oder seinen Wünschen und erzähle von deinen.

Die Ursachen: Warum ist man schlecht im Bett?

Wenn Frau oder Mann im Bett eine Katastrophe ist, kann das verschiedene Gründe haben. Die häufigsten sind:

  • keine Lust
  • schlechte Erfahrungen gemacht
  • er oder sie langweilt sich
  • dein:e Partner:in weiß nicht, was er oder sie will
  • er oder sie will dir alles recht machen
  • Schmerzen beim Sex

Um herauszufinden, welcher Grund dahinter liegt, gibt es nur eine Möglichkeit: Ihr müsst miteinander sprechen. Wie das geht? Verraten wir dir im Folgenden.

Dein:e Partner:in ist schlecht im Bett? So sagst du es taktvoll

Es ist nicht leicht, seiner Partnerin oder seinem Partner zu sagen, dass du euren Sex langweilig findest. Schließlich willst du die Person nicht vor den Kopf stoßen. Wenn du dir aber wieder mehr Leidenschaft wünschst, führt kein Weg daran vorbei, den Mund aufzumachen. Eine gute Strategie kann es sein, den Fokus auf sich zu lenken. Heißt: Du sagst, dass du dich mal an neue Stellungen wagen willst. Statt zu bemängeln, erzählst du, dass du einen Sex-Traum mit ihr oder ihm hattest. Vermeide Vergleiche, damit drängst du dein Gegenüber nur in die Ecke. Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass du unzufrieden bist. Im Gegenteil, du willst ermutigen, mehr von ihrem oder seinem Potenzial zu zeigen.

In einem Gespräch abseits des Schlafzimmers kannst du herausfinden, woran es liegt, dass sich euer Sex anders verhält als früher. Schaffe eine Atmosphäre, in der ihr euch frei fühlt, über Ängste, Sorgen und Wünsche zu sprechen. Betone, wie gerne du mit ihr oder ihm Sex hast und mach den ersten Schritt, indem du sagst, was du dabei besonders magst und gib ruhig auch mal zu, was dir Schwierigkeiten macht. Mach klar, dass du dir wünschst, dass ihr beide den Sex genießt. Wenn du herausfindest, dass dein Gegenüber sich schämt, an Lustlosigkeit leidet oder sogar Schmerzen hat, könnt ihr gemeinsam eine Lösung finden. Egal, wie das Gespräch läuft, es wird euren Sex in jedem Fall besser machen.

Test: Bin ich schlecht im Bett?

Was, wenn ihre oder seine Lustlosigkeit daran liegt, dass du selbst keine Rakete im Bett bist? Woher soll Mann das wissen? Du bist darauf angewiesen, dass deine Partnerin oder dein Partner von sich aus verständlich macht, wie sie oder er dich beurteilt. Macht deine Liebste oder dein Liebster das nicht? Dann helfen folgende Hinweise.

Abtörner: Diese 5 Dinge finden die meisten Menschen im Bett schlecht

Jetzt ist viel Reflexion, Ehrlichkeit und Selbstkritik gefragt. Denke an deinen Sex und überlege, welchen Fauxpas du selbst unbemerkt regelmäßig begehst.

Abtörner #1: nur an sich selbst denken

Maximal 2 Minuten aufwärmen, dann geht es zur Sache. Machst du im Gym auch immer so? Tja, aber genau wie deine Muskeln Zeit zum Aufwärmen brauchen, benötigt ihr das im Bett auch. Wenn du auf das Vorspiel verzichtest, kann das böse enden. Nicht nur, dass der Sex schmerzhaft werden kann, du zeigst auch, wie du die Sache angehst, und dein Gegenüber freut sich deswegen nicht aufs nächste Mal. Es ist immer wichtig, wenn du genau darauf achtest, was ihr oder ihm gefällt und was nicht.

Abtörner #2: Du machst den toten Fisch

Nicht falsch verstehen: Niemand wünscht sich einen Entertainer im Bett. Aber wenn du gar keine Regung zeigst, ist das irritierend. Du darfst seufzen, stöhnen und vor allem lachen. Sex als stille Nummer, die abgearbeitet wird, finden die meisten ziemlich unsexy und gefühlskalt.

Abtörner #3: Du turnst alle Stellungen durch

Von hinten, von der Seite und noch im Stehen – wenn ihr zwanghaft viele Stellungen durchackert, statt mal länger eine Position zu genießen, entsteht schnell der Eindruck, du möchtest beweisen, was du so draufhast. Das Problem an der Sache: Man muss sich immer wieder auf neue Stimulation einstellen. Merke: Stellungswechsel kommen gut an, aber nicht alle 20 Sekunden – Sex ist kein Tabata-Training!

Abtörner #4: Du übertreibst es mit dem Dirty Talk

Bei herablassenden und beleidigenden Kommentaren kann einem schon mal die Lust am Sex vergehen – vor allem, wenn der Dirty Talk vorher nicht abgesprochen war.

Abtörner #5: Du lässt sie oder ihn nach dem Sex links liegen

Geschafft, der Orgasmus ist im Kasten – Männer, die nach ihrem Höhepunkt, die Arme hinten den Kopf legen und stolz zur Decke starren oder aufspringen, statt sich um die Person an ihrer Seite zu kümmern, sind ziemliche Nieten-Anwärter. Denn, selbst Fußballspieler liegen sich nach einem gewonnenen Spiel in den Armen. Versteh es nicht falsch: Keiner wünscht sich ständig, wie ein Kätzchen betüdelt und "Bist du auch gekommen?" gefragt zu werden, sondern dass du dich ihr oder ihm zuwendest und startklar wärst, falls sie oder er sich zusätzliche Streicheleinheiten wünscht. Es geht gar nicht mal darum, dass jeder auch zwingend einen Orgasmus braucht, sondern, dass eure Wünsche erfüllt sind und ihr glücklich seid. Noch mehr Abtörner gefällig? Das nervt total im Bett.

Warum bin ich schlecht im Bett?

Du hast dich bei einem der Punkte ertappt gefühlt? Keine Sorge. Vielleicht ist es nur vorübergehend. Meist ist einer der folgenden Gründe die Ursache fürs Schwächeln:

  • Du orientierst dich zu stark an Pornos
  • Du hast Stress
  • Du bist betrunken
  • Du bist nicht ganz bei der Sache
  • Du hast Angst zu enttäuschen
  • Du sprichst nicht offen mit deinem Partner oder deiner Partnerin

Ruiniert schlechter Sex beim ersten Mal den Start?

Nicht unbedingt! Sicher ist es erst einmal enttäuschend, wenn der erste Sex in die Hose geht. Aber das erste Mal steht nicht stellvertretend für die folgenden Liebesspiele. Beim ersten Sex sind beide meist aufgeregt, möchten alles richtigmachen. Beide sorgen sich um mögliche Problemzonen. Die beste Lösung: Nehmt die anfängliche Panne mit Humor und gebt euch die Chance auf ein zweites Mal.

Zerstört schlechter Sex die Beziehung?

Es kommt darauf, inwiefern der Sex schlecht ist. Wenn das Liebesspiel stets lieblos oder unter Schmerzen abläuft, kann das die Partnerschaft tatsächlich ruinieren. Denn, durch einen liebevollen Umgang miteinander beweist ihr euch gegenseitigen Respekt. Wer beim Sex schlecht behandelt wird, dessen Selbstwertgefühl leidet und das kann wiederum der Beziehung schaden.

Besser gar keinen Sex als schlechten Sex?

Nein. Sex erzeugt Nähe und ist deswegen gut für die Liebe. Auch wenn er nicht jedes Mal die Mega-Nummer ist, stellt dabei trotzdem Hautkontakt her und berührt euch intim. Ihr beide reagiert auf die Berührungen – das ist eine Form der Kommunikation. Natürlich ist Sex nur hilfreich, wenn beide Partner:innen sich nicht nur darauf einlassen, um dem anderen einen Gefallen zu tun.

Kann schlechter Sex gut werden?

Auf jeden Fall! Eine erste Voraussetzung dafür ist, dass ihr beide bereit seid, euch anzuhören, was der oder jeweils andere sich wünscht. Oft wissen beide über Jahre gar nicht, dass das, was sie tun, dem anderen nicht gefällt. Die zweite Voraussetzung für besseren Sex ist, dass du bereit bist, dich auf Neues einzulassen. Wenn ihr frische Spielarten zulasst, werdet ihr besseren Sex ernten, als ihr je hattet.

So verbesserst du schlechten Sex

Um schlechten Sex zu verbessern, gibt es tatsächlich ein Geheimrezept. Leider nutzen es heutzutage die wenigsten Menschen. Es lautet: sich Zeit nehmen. Sex sollte vor allem eines: Spaß machen. Damit beide wieder Lust aufeinander haben, darf der Sex nicht erst im Schlafzimmer anfangen. Dazu gehört, dass ihr miteinander über Wünsche und Abtörner offen sprecht. Es gehört aber auch dazu, dass du das Vorspiel verlängerst. Es geht nicht nur um Petting oder heiße Fingerspiele, sondern um einen sinnlichen Umgang im Alltag. Flüstert euch häufiger mal Komplimente ins Ohr oder streichelt euch zärtlich am Hals, küsst die Augenlider – und nutzt die Liebkosungen nicht als Einleitung für Sex. Die meisten Menschen denken nämlich, dass solche Streicheleinheiten mit einer Art Forderung einhergehen. Mit diesen ultimativen Tipps verbesserst du deinen Sex.

Fazit: Der Sex wird besser, wenn man redet

Ob Sex als gut oder schlecht empfunden wird, hängt davon ab, was man sich persönlich davon verspricht. Um alle zufriedenzustellen und ein erfüllendes Sexleben zu führen, ist Kommunikation das A und O. Die meisten Probleme im Schlafzimmer haben äußere Ursachen und können gelöst werden. Wenn das erste Mal nicht perfekt läuft, bedeutet das nicht, dass es immer so bleiben muss. Entspanne dich, sei offen für Neues und nimm kleinere Pannen mit Humor. Vergebt euch selbst kleine Schwächen. Diese Flexibilität kann die Qualität deiner sexuellen Erfahrungen erheblich steigern.